Arbeitsmarkt, Ausbildung und Fachkräftesicherung

Die Lage am Arbeitsmarkt ist weiterhin erfreulich

Die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich fortgesetzt. Die Zahl der Erwerbstätigen hat in 2018 weiter zugenommen und erreichte erneut einen Rekordwert seit der Wiedervereinigung. In den ostdeutschen Ländern (inkl. Berlin) sind rund acht Millionen Menschen erwerbstätig.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist gestiegen und hat stärker zugenommen als die Erwerbstätigkeit insgesamt. In Ostdeutschland sind über 6,1 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen ist in Ostdeutschland noch immer höher als in Westdeutschland. Die Erwerbstätigenquote der ostdeutschen Frauen betrug 2018 knapp 74 Prozent.

Die Arbeitslosenquote sinkt seit 2005 kontinuierlich. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2018 – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – in Ostdeutschland bei 6,9 Prozent. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist rückläufig.

Detailliertere Informationen zum ostdeutschen Arbeitsmarkt finden Sie im aktuellen Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit, in der aktuellen Auswertung des IAB-Betriebspanels sowie in den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit.

Gute Chancen bei Abschluss einer Berufsausbildung

Die Chancen für Ausbildungsabsolventen, von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen zu werden, waren noch nie so gut wie im letzten Jahr. In Ostdeutschland lag die Übernahmequote 2018 bei 71 Prozent.

In Ostdeutschland war im Ausbildungsjahr 2017/2018 das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage von Ausbildungsplätzen nahezu ausgeglichen. Auf rund 91.000 Ausbildungsplätze kamen rund 90.000 Bewerber. Allerdings nahm in dem Ausbildungsjahr sowohl die Zahl der unversorgt gebliebenen Bewerber für Berufsausbildungsstellen zu als auch die Anzahl der unbesetzt geblieben Berufsausbildungsstellen. Qualifikatorische, berufliche wie auch regionale Unterschiede verhindern einen vollständigen Ausgleich des Ausbildungsmarkts.

Detailliertere Informationen zum Ausbildungsmarkt in Ostdeutschland und zu den Maßnahmen zur Förderung der Aus- und Weiterbildung finden Sie im aktuellen Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit.

Die Fachkräftesicherung wird zunehmend schwieriger. Der Ostbeauftragte unterstützt Aktivitäten zur Fachkräftesicherung und zur Sicherung des qualifizierten Nachwuchses

Die Sicherung von Fachkräften gewinnt in den neuen Ländern zunehmend an Bedeutung. In einzelnen Regionen und Branchen sind bereits heute Engpässe spürbar und zukünftig absehbar. Auch wenn derzeit weder in Ostdeutschland noch in Deutschland insgesamt ein flächendeckender Fachkräftemangel vorliegt, ist in den kommenden Jahren mit einer Zuspitzung zu rechnen. Ursache hierfür ist in Ostdeutschland der Geburteneinbruch und die starke Abwanderung nach der Wiedervereinigung. Beide Faktoren führen dazu, dass sich der demografisch bedingte Rückgang an Arbeitskräften in den ostdeutschen Ländern schon früher und auch erheblich stärker niederschlagen wird als im westlichen Bundesgebiet.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer unterstützt die neuen Länder bei der Fachkräftesicherung und bei der Ausschöpfung des vorhandenen Arbeitskräftepotenzials auf der regionalen Ebene. Mit dem Projekt "Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland" werden Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft angestoßen.

Außerdem unterstützt der Beauftragte die Auswertung der jährlichen Betriebsbefragungen des Instituts für Arbeitsmarktforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) speziell für Ostdeutschland. Ziel des Panels ist es, aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und den Fachkräftebedarf sowie Informationen über ausgewählte wirtschaftliche Kennziffern der Betriebe und Unternehmen Ostdeutschlands zu erhalten.

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