Pressemitteilung
18.12.2019

Ostbeauftragter Hirte: „Neues Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten in Brandenburg. Ein positives Signal für Ostdeutschland!“

Heute hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes über die Errichtung eines Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten beschlossen. Damit ist der Weg frei für eine weitere Bundesbehörde in Ostdeutschland.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Christian Hirte, begrüßt das: „Mit der Entscheidung, den Hauptsitz für das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten in Brandenburg an der Havel anzusiedeln, wurde erneut ein wichtiges Signal gesetzt: Wir wollen das Ungleichgewicht bei der Verteilung der Bundesbehörden in Deutschland beseitigen. Mit dieser Standortwahl im Land Brandenburg leisten wir einen Beitrag zur Stärkung strukturschwacher Regionen in Ostdeutschland. Meine Erwartung bleibt, dass diesem Entschluss in Zukunft weitere Schritte folgen.“

Vor dem Hintergrund eines wachsenden Aufgabenumfangs beabsichtigt das Auswärtige Amt, die Wahrnehmung spezialisierter Aufgaben mit Auslandsbezug unter anderem in den Bereichen Verwaltung, Fördermittelmanagement und Visumbearbeitung in einer selbständigen Bundesoberbehörde zu bündeln und zu verstetigen. Damit wird u.a. ein konkreter Beitrag zur Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes geleistet.

Das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten soll Anfang 2021 errichtet werden und schrittweise zu einer zentralen Serviceeinrichtung für Außenpolitik mit ca. 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufwachsen, die über Auslands- und Fremdsprachenkompetenz verfügen.

Der Ostbeauftragte Hirte hat sich für die Ansiedlung des Bundesamtes für Auswärtige Angelegenheiten in Ostdeutschland eingesetzt. Ein Beschluss aus dem Jahr 1992 sieht vor, neue Bundesbehörden vorrangig in Ostdeutschland anzusiedeln, bis eine annähernd gleichmäßige Verteilung im gesamten Bundesgebiet erreicht ist.