Pressemitteilung
02.10.2019

Ostbeauftragter Hirte: Deutsche Einheit ist ein Glücksfall der Geschichte und große Leistung der Bürgerinnen und Bürger

Vor 30 Jahren wurden durch die Friedliche Revolution die Diktatur in der DDR überwunden und die Grundlagen für die Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 geschaffen.

Logo zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel
© Schleswig-Holstein/Kiel

Christian Hirte, der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, zieht eine insgesamt positive Bilanz der Vereinigung: „Fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es eine wachsende Zahl von Menschen in unserem Land, die nicht mehr von der Diktatur, sondern von der Demokratie in Deutschland geprägt wurden. Die Vereinigung ist heute eine erarbeitete und gelebte Realität. In gemeinsamen Anstrengungen haben alle Deutschen in den zurückliegenden drei Jahrzehnten viel bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West erreicht. Das vereinte Deutschland steht heute vor neuen, gemeinsamen Herausforderungen wie der Gestaltung des demografischen Wandels, der Digitalisierung und der veränderten Rolle unseres Landes in Europa und der Welt. Diese Zukunftsaufgaben packen wir mit Optimismus an.“

Bei den Lebensverhältnissen haben sich Ost und West seit 1990 stark angenähert. Der Osten Deutschlands hat sich zu einem attraktiven, mittelständisch geprägten und international wettbewerbsfähigen Unternehmensstandort entwickelt. Wenn Ende 2019 der Solidarpakt II für die ostdeutschen Länder ausläuft, wird die Bundesregierung auch weiterhin mit einem neuen, gesamtdeutschen Fördersystem und einer aktiven Struktur- und Regionalpolitik zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet beitragen.

Trotz großer Fortschritte ist an vielen Orten in den neuen Ländern jedoch Unzufriedenheit über eine gefühlte Benachteiligung zu spüren. Die Bundesregierung und die von ihr eingesetzte Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ wird deshalb das Jubiläumsjahr 2019/2020 nutzen, um in einer Vielzahl von Bürgerdialogen den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern über Erreichtes und noch nicht Gelungenes zu vertiefen und an die großen Leistungen zu erinnern, die die Friedliche Revolution in der DDR, den Mauerfall und die Deutschen Einheit ermöglicht haben.

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