Pressemitteilung
16.09.2019

Gesucht: Persönliche Erfahrungen und Geschichten des gesellschaftlichen Wandels in Deutschland nach 1989/90

Ostbeauftragter der Bundesregierung und Bundesstiftung Aufarbeitung starten Aufruf zur Teilnahme am Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten“

Umbruchszeiten - Deutschland im Wandel seit der Einheit
© Bundesstiftung Aufarbeitung/Günter Bersch

30 Jahre Friedliche Revolution und deutsche Einheit sind Anlass für den Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“. Gemeinsam rufen der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer Christian Hirte und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren im gesamten Bundesgebiet dazu auf, sich zwischen dem 16. September 2019 und dem 1. März 2020 mit den Umbrüchen in Deutschland nach 1989/90 auseinanderzusetzen und eigene Projekte zum Thema zu entwickeln. Die Form der Einreichungen kann von Textbeiträgen über Comics bis zu Filmen variieren. Die besten 30 Wettbewerbsbeiträge werden mit einem Preisgeld in Höhe von 500 bis 3.000 Euro prämiert.

Christian Hirte freut sich auf die Wettbewerbsbeiträge: „Der Wettbewerb soll zu einem gesamtgesellschaftlichen Diskurs über die Um- und Aufbrüche nach 1989/90 beitragen. Es liegt auf der Hand, dass die Erfahrungen in Ost- und Westdeutschland sehr unterschiedlich waren und auch heute noch unterschiedlich wahrgenommen werden. Unser Land braucht im Sinne einer inneren Einheit die Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Erfahrungen und die Anerkennung der Leistungen ostdeutscher Menschen in den Jahren nach der Wiedervereinigung. Gerade für die Jüngeren ist es wichtig, Geschichte immer wieder neu zu ergründen und sie lebendig zu halten. Geschichte kann äußerst spannend sein. Ich bin gespannt darauf, wie junge Menschen diese Zeit aus ihrer Perspektive erzählen.“

Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, wünscht sich eine hohe Beteiligung am Wettbewerb: „Für alle, die den Umbruch 1989 und den Einigungsprozess von Beginn an bewusst erlebt haben, sind die Ereignisse zur biografischen Selbstverständlichkeit geworden. Wer nach der Jahrtausendwende geboren ist, muss dagegen mit einem Forscherblick an die Umbruchszeiten herangehen. Wir möchten Jugendliche aus Ost und West dazu motivieren, eigene Fragen zu stellen und Antworten zu finden. Der Blick auf die jüngste Geschichte kann ihnen dabei helfen, die Gegenwart besser zu verstehen.“

Informationen zum Wettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.umbruchszeiten.de.

Weiterführende Informationen

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