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Analyse der Bedeutung des Bundesfreiwilligendienstes in Ostdeutschland für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 27 Jahren

Erscheinungsdatum
30.10.2018
Cover der Publikation "Bedeutung des Bundesfreiwilligendienstes in Ostdeutschland für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 27 Jahren"

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht endete auch der Zivildienst in seiner bisherigen Form und wurde durch den, von der Bundesregierung am 1. Juli 2011 neu eingeführten Bundesfreiwilligendienst (BFD) ersetzt. Dieser richtet sich erstmals auch an ältere, über 26-jährige Interessierte. Von Beginn an lassen sich dabei deutliche Ost-West-Unterschiede in der Altersstruktur der Teilnehmenden feststellen, an denen sich bis heute im Wesentlichen nichts verändert hat: Waren (Stand April 2018) in den westdeutschen Bundesländern rund elf Prozent der BFD-Teilnehmenden über 26 Jahre alt, so beträgt dieser Anteil in Mittel- und Ostdeutschland über zwei Drittel.

Um einerseits mehr über die sozialstrukturelle Zusammensetzung und Motivation der BFD-Teilnehmenden ab 27 Jahren in den neuen Bundesländern zu erfahren und andererseits Besonderheiten und spezifische Herausforderungen der Einsatzbereiche herauszuarbeiten, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie/der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer eine wissenschaftliche Untersuchung über die Gründe und Folgen der überdurchschnittlich hohen Inanspruchnahme des Bundesfreiwilligendienstes durch Teilnehmende ab 27 Jahren in den ostdeutschen Bundesländern in Auftrag gegeben.

Die vorliegende Studie enthält eine ausführliche Dokumentation der erstmaligen Auswertung der Datensätze, welche im Rahmen der 2013 bis 2015 durchgeführten Evaluation der Freiwilligendienste erhoben wurden, nach Ost-West-Unterschieden. Dies wurde ergänzt um eine aktuelle explorative Befragung von Trägern, Zentralstellen sowie weiteren Schlüsselakteuren. Auf dieser Grundlage gibt die Studie sodann Empfehlungen für die künftige Ausgestaltung des BFD mit besonderer Relevanz für die neuen Bundesländer.