Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland - Gemeinsam gegen den Nachwuchsmangel

In dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland engagieren sich Vertreter von Schulen und Unternehmen ehrenamtlich, um Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Schule in das Berufsleben zu erleichtern. Auf der Bundesebene wird das Netzwerk von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln getragen, auf Landesebene von Dachverbänden und Bildungswerken der Arbeitgeber in Partnerschaft mit den Ministerien. Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland macht nachahmenswerte Ideen und praxiserprobte Methoden zur Berufsorientierung und Fachkräftesicherung bekannt. Ziel ist es, Fachkräfte für die ostdeutschen Bundesländer zu gewinnen und den Wirtschaftsstandort zu stärken. Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer fördert das Netzwerk.

Prognose: Fachkräftemangel in Ostdeutschland

Aufgrund der demografischen Veränderungen muss vor allem Ostdeutschland damit rechnen, dass zukünftig weniger Fachkräfte zur Verfügung stehen. Das betrifft besonders kleine und mittelständische Unternehmen, denn für sie wird die Personalgewinnung schwieriger. Sie müssen möglichst frühzeitig um betrieblichen Nachwuchs werben, damit sie ihren Fachkräftebedarf in den kommenden Jahren decken können.

Die Probleme sind dabei vielschichtig: Die Ausbildungsmöglichkeiten, die die ostdeutschen Unternehmen bieten, sind bei den Schülerinnen und Schülern zum größten Teil unbekannt. Die Unternehmenslandschaft in Ostdeutschland ist zudem vor allem durch kleinere Unternehmen geprägt. Diese sind wegen fehlender personeller oder finanzieller Möglichkeiten oft nicht in der Lage, eine strategische Personalpolitik zu verfolgen und im Wettstreit um Fachkräfte gegen größere Unternehmen in Westdeutschland zu bestehen.

Nachwuchs gewinnen durch das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland

Deshalb ziehen Politik und Wirtschaft im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ostdeutschland an einem Strang, um die Situation zu verbessern: Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT wollen gemeinsam die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen in Ostdeutschland verbessern.

Ausbildungsangebote von Unternehmen und Wünsche der Jugendlichen fallen in regionaler, beruflicher und qualifikatorischer Hinsicht häufig auseinander. Hier setzen Orientierungsangebote an, die berufliche Perspektiven im Umfeld bekannt machen und Einblicke in die Arbeitswelt ermöglichen.

Schulen und Unternehmen, die an der Mitarbeit in dem Netzwerk interessiert sind, sind willkommen. Sie können über die Webseite des Netzwerks SCHULEWIRTSCHAFT Kontakt mit den Projektträgern im Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln aufnehmen.

Die Förderung des Ostbeauftragten

Derzeit sind in Ostdeutschland über 90 lokale Arbeitskreise aktiv, in denen Vertreter aus Schulen und Wirtschaft ehrenamtlich zusammenarbeiten. Die Mitarbeit ist zeitintensiv aber von hohem Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler und die Unternehmen. Damit auch künftig schlagkräftige Arbeitskreise existieren, die vielfältige Aktivitäten anbieten, fördert der Ostbeauftragte die Arbeit des Netzwerks mit dem Projekt „Zusammenarbeit zukunftsfähig gestalten“ in den Jahren 2019 bis 2021.