20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit
+ Frauenkirche in Dresden
Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel
Erinnerung an 1989
Das Jahr 2009 ruft uns mit dem 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution die Bilder von den Leipziger Montagsdemonstrationen, vom Fall der Berliner Mauer und von der Öffnung der innerdeutschen Grenze ins Gedächtnis.
20 Jahre nach dem Untergang der kommunistischen Diktatur in der DDR bietet sich damit eine hervorragende Gelegenheit: Wir haben die Chance, die ostdeutsche Geschichte als Teil der deutschen und der europäischen Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu begreifen, ihre Wirkung auf unsere Gegenwart zu verstehen und diese Erkenntnisse für die Gestaltung der Zukunft zu nutzen.
Höhepunkte im Ringen um Freiheit
Die Jahre 1989 und 1990 bilden in der deutschen Geschichte Höhepunkte im Ringen um Freiheit, Demokratie und Einheit. An diese Höhepunkte wird mit dem Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und in Leipzig sowie mit Veranstaltungen an zahllosen authentischen Orten der Friedlichen Revolution erinnert werden.
Summe der Alltagstaten nicht vergessen
Solche "Sternstunden der Geschichte" basieren aber auf langfristigen und im Alltag der Menschen wurzelnden Erlebnissen und Erfahrungen. Es ist die Summe der scheinbar kleinen Taten, die die Mauern der Diktatur zum Einsturz gebracht haben. Die Erinnerung daran und die Beschäftigung mit der jüngeren Geschichte vor Ort trägt zur Selbstvergewisserung eigener Traditionen bei und ist ein notwendiger und wichtiger Teil bürgerschaftlichen Selbstbewusstseins.
Dabei sollte die Erinnerung kein Selbstzweck sein. Als Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer setze ich mich für die Auseinandersetzung mit ostdeutscher Geschichte ein, da lebendige Geschichte auch immer den Blick für die Zukunft schärft.
Es gibt keine Alternative zur Demokratie!
Die Erfahrungen der Menschen in Ostdeutschland bis 1989 zeigen, dass es zur Demokratie keine menschenwürdige und zukunftsfähige Alternative gibt. Wie die Deutschen in West und Ost ihre unterschiedlichen Erfahrungen gemeinsam nutzen können, um heute die Funktionsfähigkeit, die Akzeptanz und die Bereitschaft zur Verteidigung der Demokratie zu verbessern, ist eine Frage, die uns insbesondere durch die Jahrestage im Herbst 2009 besonders beschäftigt.





