Deutsch-deutsche Partnerschaften - Städte, Landkreise und Gemeinden als Gestalter der deutschen Einheit
+ De Maizière auf dem Kongress
Quelle: BMI/Hans-Jopachim M. Rickel
20 Jahre deutsche Wiedervereinigung - wäre das rasche und stete Zusammenwachsen Deutschlands seit 1990 ohne die engen Partnerschaften zwischen ost- und westdeutschen Städten, Landkreisen und Kommunen sowie zivilgesellschaftlichen Einrichtungen möglich gewesen? Das Jubiläumsjahr 2010 lud dazu ein, einen genauen Blick auf die deutsch-deutschen Partnerschaften zu werfen und eine kritische Bilanz zu ziehen - aber auch einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen zu wagen.
Deutsch-deutsche Städtepartnerschaften - zunächst waren sie bis 1989 ein Instrument politischer Interessenwahrnehmung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Durch den Fall der Mauer änderte sich dies über Nacht - es entstanden ehrliche Partnerschaften zwischen ost- und westdeutschen Kommunen. Und heute, nach 20 Jahren deutscher Einheit, hat sich aus der Zusammenarbeit für den raschen Aufbau Ost ein dynamisches Verhältnis zwischen Städten, Landkreisen und Kommunen entwickelt.
Im Namen des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, führte die Deutsche Gesellschaft das Projekt "Die Bedeutung deutsch-deutscher Partnerschaften von Städten, Landkreisen und Gemeinden für die weitere Gestaltung der deutschen Einheit" durch, um die Partnerschaften, ihre Geschichte sowie ihre Bedeutung genauer zu beleuchten. Teil des Projekts waren eine wissenschaftliche Studie sowie ein großer Partnerschaftskongress im September 2010.
Die wissenschaftliche Studie behandelt sämtliche Fragen rund um das Thema deutsch-deutsche Partnerschaften. Schwerpunkte sind einerseits der bilanzierende Rückblick auf die Partnerschaften, der die Entwicklung der letzten 20 Jahre kritisch betrachtet. Andererseits werden die Herausforderungen für die Zukunft thematisiert und neue Modelle einer Zusammenarbeit entworfen.
Vom 27. bis 28. September 2010 hat Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière Vertreter der kommunalen Spitzenverbände sowie weitere Akteure zum großen Partnerschaftskongress eingeladen, auf dem die Ergebnisse der Studie vorgestellt und diskutiert worden sind. In einem abwechslungsreichen Programm wurden besondere deutsch-deutsche Partnerschaften gewürdigt und Diskussionsforen ermöglichten einen breiten Meinungs- und Erfahrungsaustausch.





