Steigende Zahl von ostdeutschen Betrieben und Zuwachs an Beschäftigung
Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Ostdeutschland 2011
Mitte 2011 gab es in Ostdeutschland rund 435.000 Betriebe. Seit 2006 ist die Zahl der Betriebe von Jahr zu Jahr ansteigend trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise. Das trifft auch auf die Zahl der Beschäftigten zu, die bei 6,3 Mio. liegt. Der Anstieg beruhte vor allem auf dem Anstieg sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse. 2011 war das sechste Jahr in Folge, in dem sich die Beschäftigung in Ostdeutschland erhöhte. Dies ist ein zentrales Ergebnis des IAB-Betriebspanels Ostdeutschland 2011, das im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer ausgewertet wurde (vgl. Download).
Beschäftigtenanteil Älterer nimmt zu
In den ostdeutschen Betrieben setzt sich der Alterungsprozess der Belegschaften fort. 2011 beschäftigten drei Viertel aller ostdeutschen Betriebe ältere Mitarbeiter (50 Jahre und älter) und damit deutlich mehr als in den Vorjahren. Gleichzeitig ist der Anteil der Älteren an allen Beschäftigten in den Betrieben Ostdeutschlands 2011 auf 31 % gestiegen. Damit haben ältere Mitarbeiter in Ostdeutschland ein höheres Beschäftigungsgewicht als in Westdeutschland.
Fachkräftebedarf auf Rekordniveau
Die Nachfrage nach Fachkräften war in Ostdeutschland so hoch wie noch nie. Im 1. Halbjahr 2011 erreichte die Zahl der eingestellten Fachkräfte mit 300.000 einen hohen Wert, und es wurden mit ca. 120.000 noch nie so viele Fachkräfte zum nächstmöglichen Einstellungstermin gesucht wie Mitte 2011. Gleichzeitig haben die Probleme zugenommen, freie Fachkräftestellen zu besetzen. Von einem generellen Fachkräftemangel kann nicht gesprochen werden.
Weiterbildung auf Rekordniveau
Mit einer Weiterbildungsbeteiligung aller ostdeutschen Betriebe von 55 % wurde 2011 der höchste Stand seit 10 Jahren erreicht. Mit der wieder gestiegenen Zahl von weiterbildungsaktiven Betrieben hat sich auch die Zahl von Beschäftigten, deren Weiterbildungsaktivitäten von ihren Betrieben durch Freistellung oder Kostenübernahme unterstützt wurden, um 5 Prozentpunkte auf 35 % erhöht.





