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Landesflaggen der ostdeutschen Bundesländer

Familie in der Hochschule

Ein Programm der Robert Bosch Stiftung, des Bundesministeriums des Innern und des CHE Gemeinnütziges Centrum für Hochschulentwicklung GmbH

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird sich der Wettbewerb um hoch qualifiziertes Personal gerade in Ostdeutschland spürbar verschärfen. Die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Regionen wird sich daher auch daran entscheiden, ob sie Fachkräften und ihren Familien attraktive Arbeits- und Lebensbedingungen bieten können. Hochschulen können hier einen wesentlichen Beitrag leisten und eine Zugkraft für die Regionen entwickeln, da sie nicht nur Ausbildungsstätte, sondern auch zentraler Ort in der Lebensplanung für gut qualifizierte Menschen sind.
Sie können für hochqualifizierte Menschen und potenzielle Eltern günstige Voraussetzungen schaffen, in dieser Lebensphase eine Familie gründen zu können. Studierende und junge Akademikerinnen und Akademiker finden bislang jedoch bei der Familiengründung noch wenig Unterstützung im Umfeld ihrer Hochschule. Hochschulen tragen wesentlich zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in Deutschland bei, daher ist gerade die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der neuen Bundesländer eng mit dem Hochschulstandort Ostdeutschland verknüpft. Denn hier verläuft die demografische Entwicklung schneller und auch dramatischer als im westlichen Bundesgebiet. Insbesondere hochqualifizierte Arbeitskräfte werden daher knapp. Mit dem Projekt "Familie in der Hochschule" werden daher folgende Ziele verfolgt:

  • Vorantreiben des gesellschaftspolitischen Wandels hin zur familienfreundlichen Hochschule;
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen vor allem in Ostdeutschland durch familienfreundliche Konzepte und Förderung der regionalen Entwicklung durch spezifische Standortvorteile und Vernetzung sowie
  • Sicherung des Fachkräftebedarfs durch attraktive und hilfreiche Rahmenbedingungen.

Seit 2010 haben daher zwölf ausgewählte Hochschulen in einem Best Practice Club anwendungsgerechte Ansätze und Methoden entwickelt, mit denen sie ihren Studierenden und Mitarbeitern praxisorientierte Hilfestellungen für fast alle Familienlagen bieten können: Servicestellen und Leitfäden helfen bei der Planung bedarfsgerechter Kinderbetreuung, der Organisation eines Auslandsstudiums mit Kind oder ermöglichen die Pflege von Angehörigen durch zeitlich flexible Sonderstudienpläne.
Diese Hilfestellungen sind zu Werkzeugen und Handreichungen aufbereitet, die künftig auch für weitere Hochschulen zur Verfügung stehen. Das Projekt wurde durch den Bund mit rd. 250.000 Euro gefördert.
Auf der Abschlusstagung am 21. und 22. November 2012 haben die zwölf Hochschulen die Ergebnisse ihrer Arbeit in Potsdam präsentiert.

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